11. Landeskonferenz der LAG AVMB:
Soziale Teilhabe in Baden-Württemberg 2016

Am Samstag, 15.10.2016, wurde der „Gesellschafts- Minister“ Manfred Lucha (Minister für Soziales und Integration) von den rund 90 Teilnehmern im Bischof-Moser-Haus der Caritas in Stuttgart – darunter 13 Behindertenbeauftragte der Stadt- und Landkreise – mit erwartungsvollem Applaus begrüßt. Als er verabschiedet wurde, war der Applaus noch deutlich stärker, da er die Konferenz für seine Vorstellungen gewonnen hatte. Er trat auf als ein überzeugter Verfechter der selbstbestimmten Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft, also auch der Menschen mit kognitiven und sozio-emotionalen Einschränkungen und mehrfachen Behinderungen, für deren Interessen Eltern, Angehörige und gesetzliche Betreuer und ihren Angehörigen- Vertretungen eintreten, soweit sie sich und ihre Bedürfnisse nicht selbst vertreten können. Der Konferenzveranstalter, die Landesarbeitsgemeinschaft der Angehörigenvertretungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Baden-Württemberg (LAG AVMB BW) hatte Manfred Lucha bereits im Einladungsfaltblatt mit seiner Begründung zum PsychKHG (Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz) im Jahr 2014 zitiert, dass die Störungen des Denkens, Fühlens und Handelns nicht dazu führen dürfen, Menschen, die solche Schwächen aufweisen, von der Gesellschaft auszuschließen.

Manfred Lucha hatte in der 11. Landeskonferenz „Soziale Teilhabe“ erläutert, was er unter einem „Höchstmaß der Selbstbestimmung“ bei Menschen mit geistiger Behinderung versteht: Es geht um das Wohl der Menschen, ausgerichtet an ihren individuell sehr verschiedenen Bedürfnissen – manche brauchen auch etwas mehr Schutz. Er setzt sich dafür ein, dass diese individuellen Bedürfnisse erhoben werden und in die Teilhabeplanung eingehen. Den Angehörigen dieser Menschen dankte er für deren großen Einsatz, die Menschen mit Behinderung zu einer wachsenden Selbstständigkeit zu befähigen und zu begleiten.

Lucha: Keine Blockade des BTHG!

Im Verbund mit anderen Bundesländern strebt Manfred Lucha  eine ganze Reihe an Veränderungen am Bundesteilhabegesetz (BTHG) an, das sich gerade im Gesetzgebungsverfahren befindet. Eine Blockade des BTHG lehnt er ab: Das wäre die schlechteste Lösung.

Die kommunalen Behindertenbeauftragten, die 2016 von den Stadt- und Landkreisen nach dem Landes-Behindertengleichstellungsgesetz berufen worden sind, stellten sich in der Konferenz als kompetente, unabhängige und weisungsungebundene Vermittler und Ombudsleute vor, die für die Sorgen von Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen ein offenes Ohr haben und mit viel Herzblut diese neue Aufgabe wahrnehmen.

Ausführlichere Informationen über die 11. Landes- konferenz der LAG finden Sie in diesem Bericht.

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Minister Manfred Lucha auf der
11. Landeskonferenz der LAG in Stuttgart

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Pressemitteilung des Sozialministeriums
mit direktem Link auf die LAG-Website.

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Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt- und Landkreise, die seit 2016 in Baden-Württemberg aktiv sind

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11. LAG-Landeskonferenz 2016

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