Wegweiser f√ľr Menschen mit Behinderungen 2015
Die Mitgliederschaft der LAG

Die Mitglieder der LAG-AVMB-BW sind vor allem Angeh√∂rigenvertretungen in baden-w√ľrttembergischen Einrichtungen f√ľr Menschen mit geistiger Behinderung. Aber auch Eltern, Betreuer und F√∂rderer sind bei uns als Mitglieder willkommen.

Die "Einrichtungen f√ľr Menschen mit Behinderung in Baden-W√ľrttemberg" sind z. B. im Wegweiser des Sozialministeriums Baden-W√ľrttemberg aufgef√ľhrt und Kategorien zugeordnet. Die folgende Aufz√§hlung lehnt sich daran an:

  • Einrichtungen f√ľr das Vorschul- und Schulalter (Kinderg√§rten und Schulen)
  • Ausbildungseinrichtungen (Berufsbildungs- und Berufsf√∂rderungswerke)
  • Werkst√§tten (WfbM)
  • Wohneinrichtungen

In diesem Wegweiser ist der Zweck der jeweiligen Einrichtungsarten beschrieben. Einrichtungen im Sinne der Satzung der LAG-AVMB-BW sind solche, die in erster Linie f√ľr Menschen mit geistiger Behinderung geschaffen sind und zu einer der obigen vier Kategorien geh√∂ren oder aber mehrere der obigen Kategorien umfassen (Komplexeinrichtungen).

Die in diesen Einrichtungen lernenden, arbeitenden oder wohnenden Menschen mit geistiger Behinderung m√ľssen in vielen Angelegenheiten, insbesondere gegen√ľber der Einrichtung, durch ihre Gesetzlichen Betreuer vertreten werden. Das sind im Regelfall Angeh√∂rige: h√§ufig die Eltern des behinderten Menschen. Wo diese Bezugspersonen (Eltern, Angeh√∂rige, gesetzliche Betreuer) in einer Einrichtung eine Vertretung gew√§hlt haben, die etwa einem Elternbeirat in einer Schule vergleichbar ist, ist diese Vertretung eine Angeh√∂rigenvertretung im Sinne der Satzung der LAG- AVMB-BW. So eine Angeh√∂rigenvertretung kann ordentliches Mitglied der LAG-AVMB-BW werden. Sie entsendet dann eine Person in die Mitgliederversammlung der LAG mit dem Auftrag und der Vollmacht, sie dort zu vertreten.

Au√üerordentliches Mitglied kann jeder Angeh√∂rige und / oder gesetzliche Betreuer von Menschen mit geistiger Behinderung in Baden-W√ľrttemberg werden.

F√∂rderndes Mitglied kann jede K√∂rperschaft oder Person werden, die die Ziele des Vereins unterst√ľtzen will.

Die Fraktionen in der LAG

Die Mitglieder (ordentliche wie außerordentliche) der
LAG-AVMB-BW stehen in einem besonderen Verhältnis zu "ihrer" Einrichtung, d. h. der Einrichtung, in der sie die Interessen der Eltern, Angehörigen und Betreuer der dort lernenden, arbeitenden oder wohnenden Menschen mit geistiger Behinderung vertreten.

Das mag zwar von Einrichtung zu Einrichtung verschieden sein, in jedem Fall ist es aber durch eine mehr oder weniger starke Abh√§ngigkeit des Mitglieds von der Einrichtung gekennzeichnet. Erstrebenswert ist f√ľr die Angeh√∂rigenvertretungen ein partnerschaftliches Verh√§ltnis zu ihrer Einrichtung und deren Leitung. Viele Einrichtungen haben erkannt, dass auch sie von einem partnerschaftliches Verh√§ltnis zwischen Angeh√∂rigenvertretung und Einrichtungsleitung profitieren.

Die Einrichtungen der Behindertenhilfe in Baden-W√ľrttemberg geh√∂ren fast alle einem Fach- oder Tr√§gerverband auf Bundes- oder Landesebene an. Diese "Einrichtungsverb√§nde" im Sinne der Satzung der LAG- AVMB-BW geh√∂ren zur Anthroposophie, Caritas, Diakonie oder zur Lebenshilfe.

Die LAG-AVMB-BW strebt ein partnerschaftliches Verh√§ltnis zu den Einrichtungsverb√§nden an, so wie ihre Mitglieder es zu ihrer Einrichtung haben (sollten), mit dem Ziel, dass auch die Einrichtungsverb√§nde den Vorteil erkennen, den sie in einem Partner an ihrer Seite haben, der durch unmittelbare eigene Betroffenheit in Politik und Gesellschaft auf einer anderen Ebene √ľberzeugen kann, als sie selbst. Die LAG-AVMB-BW w√ľnscht auch die Unterst√ľtzung der Einrichtungsverb√§nde, ebenso wie die Angeh√∂rigenvertretungen ihrer Einrichtungen.

Meinungsvielfalt ist gewährleistet

Die Einrichtungsverb√§nde arbeiten auf Landes- und Bundesebene oft zusammen, denn sie verfolgen sehr viele gemeinsame Ziele. Aber es gibt auch Unterschiede in Auffassungen, Schwerpunktsetzungen, Traditionen und Weltanschauungen. Das muss die Satzung der LAG-AVMB-BW ber√ľcksichtigen. Es darf zum Beispiel nicht geschehen, dass etwa bei Abstimmungen √ľber Fragen, in denen die genannten oder andere Unterschiede eine Rolle spielen, die Mitglieder aus einem Einrichtungsverband die Mitglieder aus einem anderen Einrichtungsverband aufgrund ihrer Anzahl √ľberstimmen. Daf√ľr gibt es einen "Minderheitenschutz", da sonst die Gefahr besteht, dass die Angeh√∂rigenvertretungen bzw. -vertreter aus einem kleineren Einrichtungsverband recht bald "die Lust verlieren" und ausscheiden, weil sie zu oft den K√ľrzeren ziehen.

All dem wird durch die Bildung der Fraktionen in der LAG AVMB BW und dem damit verbundenen Abstimmungsverfahren Rechnung getragen. Eine Fraktion wird von sämtlichen Mitgliedern (ordentlichen, außerordentlichen und Gastmitgliedern) gebildet, deren Einrichtungen einem bestimmten (demselben) Einrichtungsverband angehören. Eine weitere Fraktion können Mitglieder bilden, deren Einrichtung keinem Trägerverband angehört.

Die Fraktionssprecher und der Vorstand

Die Fraktionen in der LAG-AVMB-BW haben jeweils einen Sprecher, der innerhalb der LAG-AVMB-BW die Fraktion vertritt, wo dies erforderlich ist. Dies kommt insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass der Vorstand der LAG-AVMB-BW durch die Fraktionssprecher gebildet wird.

Analog zu den Angehörigenvertretungen in den Einrichtungen gibt es auf der Ebene der Einrichtungsverbände (wenngleich bislang nicht in allen Einrichtungsverbänden) Vertretungen oder Sprecherkreise der Angehörigenvertreter aus den dem Verband angehörenden Einrichtungen.

Wo ein solches Gremium besteht, ist davon auszugehen, dass nicht nur dieses sondern auch der betreffende Einrichtungsverband ein Interesse daran hat, dass das Gremium Einfluss in der LAG-AVMB-BW hat. Im Sinne eines partnerschaftlichen Verhältnisses zu den Einrichtungsverbänden gewährleistet die Satzung der LAG-AVMB-BW diesen Einfluss dadurch, dass die Vertretungen und Sprecherkreise eines ihrer Mitglieder zum Sprecher der betreffenden Fraktion in der LAG- AVMB-BW bestimmen können. Wo ein solches Gremium nicht besteht oder es sein Delegationsrecht nicht wahrnimmt, wählt die Fraktion einen Sprecher aus ihrer Mitte.

Der Beirat

Die Vertreter der ordentlichen Mitglieder und die au√üerordentliche Mitglieder k√∂nnen in den Beirat der LAG-AVMB-BW gew√§hlt werden. Der Beirat ber√§t den Vorstand, und Beiratsmitglieder √ľbernehmen st√§ndige und zeitlich begrenzte Aufgaben gem√§√ü den Beschl√ľssen der j√§hrlichen Mitgliederversammlungen.

Vorstand und Beirat halten regelmäßig gemeinsame Sitzungen ab, in denen die Situation erörtert wird und Aufgaben definiert und verteilt werden. Der Beirat ist das Arbeitsgremium der LAG-AVMB-BW.

Die Aufgaben, die Vorstand und Beirat angehen, werden in Projekte umgesetzt. Sie werden von einer/m Projektleiter/in definiert und in einer Projektgruppe bearbeitet. Kernprojekte, also solche von längerfristiger Bedeutung, sind zum Beispiel folgende:

  • Rechtliche und praktische Grundlagen der Mitwirkung
  • Pers√∂nliche Budgets
  • Wohnformen behinderter Menschen
  • Ethik und Behinderung

Dazu kommen kurzfristigere Projekte, in denen sich die LAG-AVMB-BW mit aktuellen Entwicklungen in der Behindertenhilfe auseinandersetzt.

In den Projekten erarbeitet sich die LAG-AVMB-BW die notwendige Kompetenz, um gem√§√ü ihrer Satzung ‚Äěihre Ziele durch alle ihr m√∂glichen Mittel durchzusetzen", insbesondere durch

  • Einwirkung auf Politik und Verwaltung auf allen Ebenen
  • √Ėffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit in sozialen Gremien
  • Dialog und Informationsaustausch mit Eltern, Angeh√∂rigen und Betreuern
  •  

background1t4

Der strukturelle Aufbau
der LAG-AVMB-BW

Geschäftsstelle
Brunnenwiesen 27
70619 Stuttgart
Telefon 0711/473778
Fax 0711/50878260
eMail: info@lag-avmb-bw.de
LAG-Logo-2-190